Uns bewegt:

Forschung, die aufdeckt, was den Dingen wirklich zugrunde liegt

Erkältung als Freibrief für kleine Alltagsfluchten

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Erkältung als Freibrief für kleine Alltagsfluchten.

Wenn man in Interviews und Analyse zum Thema Erkältung nicht gleich bei den ersten „Geschichten“ der Befragten stehen bleibt, dann erfährt man, dass Erkältungsphasen nicht nur vom Motiv der „Beschwerde-Beseitigung“, sondern auch von einem heimlichen Vergnügen geprägt sind – nämlich vom Vergnügen am „ärztlich legitimierten Ausstieg aus der Alltagshektik“.

Denn Erkältet-Sein bietet die Chance, leidige Alltags- und Arbeitspflichten vernachlässigen zu können, ohne die Last der Eigenverantwortung. Die Verantwortung wird kurzerhand dem „Schicksal Erkältung“ in die Schuhe geschoben, so dass sich bei freundlicher Zuwendung von warmherzigen Kümmerern (Ehepartner, Mütter und Omas) auch der behagliche Moment unbeschwerter Pflichtvergessenheit einstellen kann.

Wir sind neugierig, wie „Gesundheitsmarken“ diesen Zug für sich nutzbar machen! Wir haben Spaß herauszufinden, wie dieser Zug mit dem Kernmotiv „Beschwerden-Beseitigung“ versöhnt und in den Markencharakter integriert werden kann.

Konsequent auch unbequemen 
Motiven nachzugehen, d.h. Unbewusstes ans 
Licht zu bringen – in allen Forschungsbereichen

cancer artikel

Krankenbesuch

Rotstift NO!

Arzt Besprechung

Kreative Regelverstöße bei Ärzten.

Arztinterviews zur Heilung schwerer Krankheiten sind stark von ethischen Ansprüchen geprägt, analog zur plakativen Therapiedevise: maximale Wirkung bei minimaler Belastung.
Bei systematischer Nachfrage zeigt sich die ärztliche Behandlungswirklichkeit jedoch außer Stande, allein auf diese kühle Ratio zu setzen:

Konfrontiert mit Lebensbedrohlichem, z.B. in der Onkologie, tauscht mancher Arzt das hehre Therapieziel der Lebensverlängerung gegen ein sehr persönliches Konzept von Lebensqualität ein. Unbewusst wird die Lebensqualität zum primären Therapieziel erhoben, deren Herzstück eine aktive Teilhabe des todkranken Patienten am familiären und sozialen Umfeld ist.

Ein Konzept von Lebensqualität, das seinen Tribut fordert bei medizinisch Machbarem und Evidence-Based Medicine.

Im Behandlungsalltag zeigt sich das in einem zurückhaltendem Einsatz hoch potenter Präparate. Das unbewusste Ziel „Lebensqualität“ wird zur Barriere für die nachweislich potentere Innovation - ausgerechnet bei todkranken Patienten. Dabei wird der Kampf ums Überleben keineswegs aus den Augen verloren. Er nimmt vielmehr die Form eines kunstvollen Jonglierens mit „Präparat-Potenzen“ und Lebensqualität an – wenn nötig wider alle Therapieleitlinien.

Wir suchen nach den Motiven und der Logik dieser kreativen Regelbrüche. Und nach einem „Kommunikationsstil“ für innovative Präparatleistungen, die der ärztlichen Wahrnehmung und Denkweise tatsächlich gerecht wird.

Neuen Bewegungsspielraum für Marketing und Kommunikation zu schaffen

Aus unserer Forschungsprämisse, dass bei Erleben und Verhalten immer gegenläufige Motive am Werke sind, ergibt sich die Conclusio: Der Erfolg von Marken und Kommunikation fußt auf einer gekonnten Ansprache widersprüchlicher Motiv-Seiten! Das zeigt sich zum Beispiel schon bei einer vermeintlich banalen Sache wie den Vorstellungen von Verbrauchern zum „richtigen Essen“. In allen Ernährungsfragen sitzen wir zwischen den Stühlen - zwischen mindestens zweien: dem „Stuhl“ sozial konformer Bedürfnisse und dem „Stuhl“ heimlicher Begehrlichkeiten.

Die Vorstellung vom „Richtigen Essen“ birgt den Wunsch nach Geselligkeit und familiärer Einbindung und belohnt mit dem Gefühl des Aufgehoben- und Geborgen-Seins. Das Vergnügen am „Richtigen Essen“ hat aber seine Tücken...

Gartenfest

Unter Einhaltung bestimmter Regeln des Miteinanders wird das ‚richtige Essen‘ zu einer angenehm geselligen Veranstaltung...

Tischgebet

...kann auf Dauer aber auch in einer gutbürgerlichen bis äußerst steifen Esskultur münden.

Riesen Burger

Von daher locken alle Produkte, die es erlauben, sein eigener Herr zu sein und das Essen nach eigenem Gusto ganz für sich auszukosten - in wohliger Selbstbezüglichkeit und ungezügelten Essmanieren.

Wir unterstützen Sie gerne bei der Ableitung neuer Ansätze für Produktgestaltung und Kommunikation aus der kreativen Kraft gegensätzlicher Motiv-Welten.

Wir ermitteln gemeinsam mit Ihnen,

  • Zwischen welchen Motivwelten sich die Wünsche Ihrer Kunden bewegen
  • In welchen Produkten und Botschaften die attraktivsten „Lösungen“ für die „zwei Seelen in der Brust“* der Anwender und Verbraucher liegen
  • Und nicht zuletzt, welche Seiten sinnvoller Weise unterschwellig zu adressieren sind, um das Gefühl des Bloß-Gestellt-Werdens zu vermeiden

Uns bewegt vor allem die enorme Schubkraft, die von einer subtilen Ansprache unbewusster Motive und widersprüchlicher Züge ausgeht.

Und natürlich die neuen Antworten (= Innovationen), die man auf die Veränderungslust permanent unter Spannung stehender Motive geben kann.

Quelle: Goethes Faust I („Zwei Seelen wohnen, ach! In meiner Brust“)

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